Lebensmittel gehören nicht in den Abfall

Erstellt am 28.09.2017 von Elisabeth Mettauer
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Ob Kinder-Disko für die Finalisten des Brottiger-Malwettbewerbs, Brotbacken am Dornbirner Marktplatz mit Vorarlberger Dinkelmehl oder eine gesunde Jause für die Erstklässler in den Volkschulen: In der Volksschule Leopold in Dornbirn wird mit verschiedenen Impulsen versucht, über Information und Bewusstseinsbildung den Anteil von noch genießbaren Lebensmitteln im Abfall zu reduzieren.

In Vorarlberg landen durchschnittlich jedes Jahr pro Person etwa elf Kilogramm genießbare Lebensmittel im Abfall. Vor allem Brot, das täglich als gesundes Lebensmittel auf unserem Speiseplan steht, führt die Liste der weggeworfenen Lebensmittel an. Neben finanziellen und ökologischen sind es vor allem auch ethische Gründe, warum ein sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln so wichtig ist: "In jedem Lebensmittel stecken wertvolle Ressourcen und von der Ernte bis zum Verkauf viele Arbeitsschritte", hielt Josef Moosbrugger, Präsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer fest.

"Leider landet vor allem auch Brot im Abfall. Mir ist es wichtig, dass die Wertschätzung für das kostbare Lebensmittel Brot wieder gesteigert wird. Brot steckt voller wertvoller Inhaltstoffe und ist mit anderen Getreideprodukten, Obst und Gemüse ein wichtiger Grundstein für gesunde Ernährung", betonte Landesrat Johannes Rauch. Vorarlbergs Bäcker setzen auf qualitativ hochwertiges Brot, das auch länger hält. "Roggen- und Dinkelbrote etwa ermöglichen vollwertigen Genuss über einige Tage hinweg", erklärte Markus Stadelmann, stellvertretender Landesinnungsmeister der Vorarlberger Bäcker. Damit weniger Lebensmittel im Abfall landen, geben verschiedene Partnerinnen und Partner in den kommenden Wochen wertvolle Impulse.

Wichtiger Ansatzpunkt für bewussten Umgang mit Lebensmitteln sind die Schulen: Wie wertvoll Lebensmittel sind, lernen Menschen am besten von ganz klein auf. In der Volksschule Leopold essen täglich rund 40 der 150 Schülerinnen und Schüler während der Mittagsbetreuung an der Schule. Dabei wird das ganze Jahr über auf Regionalität und Abfallvermeidung geachtet. "Lebensmittel und Ernährung stehen daher in verschiedenen Formen auf dem Lehrplan", erläuterte Schullandesrätin Bernadette Mennel. "Damit auch altersgerechte Schwerpunkte gesetzt werden können, gibt es vielfältige Schulprojekte wie KIVI-Kids oder den Landesbewerb der Polytechnischen Schulen", so Mennel. Einen besonderen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten die Vorarlberger Bäuerinnen: Am 13. Oktober bekommen Volksschülerinnen und Volksschüler direkte Einblicke in bäuerliche Arbeit und Naturkreisläufe. "Wir zeigen auf, wie unsere Lebensmittel entstehen. Die gemeinsame Verkostung der Erzeugnisse ist ein genussvoller Weg der Wissensvermittlung", betonte Bundes- und Landesbäuerin Andrea Schwarzmann.

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Presseunterlage Lebensmittel
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