Die Schule der Zukunft als Lebensraum und Arbeitsraum

Erstellt am 27.04.2010 von Elisabeth Mettauer

Prof. Franz Hammerer referierte am Montag in der Volksschule Wolfurt-Mähdle vor rund 130 Schuldirektor/innen, Vertreter/innen der Schulaufsicht, Bürgermeister/innen und Gemeindevertreter/innen zum Thema „Räume bilden – Anforderungen an eine zukunftsweisende Schularchitektur“.

Kinder und Jugendliche verbringen einen beträchtlichen Teil ihres Lebens in der Schule. Für viele ist die Schule heute sogar der zentrale Lebensraum. Die Anforderungen an die Qualität von Schulräumen sind daher stark gestiegen. „Schulen müssen Arbeits- und Lernlandschaften, Orte der Begegnung, Orte zum Verweilen und vor allem Stätten sein, an denen Kinder und Jugendliche miteinander wachsen und Gemeinsinn entfalten können“, so der Leiter des Zentrums für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems.

Schule zum Wohlfühlen

Eine wohl durchdachte Schulraumgestaltung trage wesentlich zu einer positiven Entwicklung der Schul- und Beziehungskultur bei, so der Experte. Eine entsprechende räumliche Gestaltung sei notwendig, damit sich Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrerinnen und Lehrer gerne in der Schule aufhalten und sich dort wohlfühlen. Gerade die Bildungsziele und Lehrmethoden haben sich in den vergangenen Jahren geändert und müssten laut Prof. Hammerer stärker in die Raumentwicklung einfließen, was durchaus ohne besondere Mehrkosten möglich ist. Unterrichten im Team, individuelle Förderung oder Lernen in Kleingruppen stoßen aber nicht selten an räumliche Grenzen.

Beispiele in Vorarlberg

Seit Jahren wurden und werden in Vorarlberg viele Schulen unter Berücksichtigung der neuen pädagogischen Praxis und veränderter gesellschaftlicher Anforderungen umgebaut bzw. befinden sich in der Bau- oder Planungsphase. Als eines der Beispiele für zukunftsweisende Schularchitektur in Vorarlberg hob Prof. Hammerer insbesondere die Mittelschule Alberschwende hervor, wo soeben der Umbau für eine offene Lernlandschaft begonnen hat.

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