„Begabungen fördern – Chancen eröffnen!“

Erstellt am 03.11.2017 von Elisabeth Mettauer
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Was ist Begabung, Intelligenz, Talent? Wie erkennt man Begabung bei Kindern? Wie behält man die verschiedenen Begabungen der Kinder als Lehrperson im Blick? Wie gelingt eine optimale Förderung der Stärken? Diesen und vielen weiteren Fragen ging das 3. Bildungssymposium im Rahmen des Projektes „Weiterentwicklung der Schule der 10‐ bis 14‐Jährigen“ am Mittwoch, 11. Oktober 2017 nach.

Unter dem Generalthema „Begabungen fördern – Chancen eröffnen!“ referierten Dr. Marcel Veber von der Universität Halle (D), Univ. Prof. Dr. Aljoscha Neubauer von der Universität Graz und Mitarbeiterinnen des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF). Dr. Veber hob in seinem Vortrag besonders die Möglichkeiten der inklusiven Begabungsförderung hervor. Jedes Kind hat Begabungen, jedes Kind kann durch gezielte Förderung weiter gebracht werden. Anhand eines Beispiels zeigte er, wie ein mathematisches Thema vom Integrationskind bis zum mathematisch begabten Kind im Unterricht erarbeitet werden kann.

Univ. Prof. Dr. Aljoscha Neubauer richtete in seinem Vortrag den Fokus auf den Zusammenhang von Intelligenz, Begabung, Kreativität und Lernen. Neurologische Erkenntnisse zeigen, dass es kein „Intelligenz‐Gen“ gibt, dass Begabung aber aus einem Zusammenspiel diverser Gene entsteht. Und dass „gute Gene“ allein für eine Hochbegabung noch nicht ausreichen.

In zwei Workshops des ÖZBF lernten über 50 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Schultypen des Landes Methoden zum Erkennen von Begabungen und zur Förderung von Begabungen im Schulalltag. Der dritte Workshop des ÖZBF, den die Leiterin des Zentrums, Dr. Claudia Resch gestaltete, beschäftigte sich mit der Frage, wie eine ganze Region am Thema Begabungsförderung zusammenarbeiten kann. Er sprach besonders Schulleiter/innen, Schulentwickler und die Schulaufsicht an.

Mit dieser Themenauswahl zielte die PH Vorarlberg in Kooperation mit dem Land Vorarlberg genau auf jenes Thema ab, welches in der Diskussion um eine gemeinsame Schule oft in den Vordergrund gestellt wird, nämlich die Angst davor, dass leistungsstarke Schüler/innen in einer gemeinsamen Schule zu wenig gefördert werden. Viele Beispielen von Initiativen zur Begabungsförderung zeigen dass ein Unterricht gestaltet werden kann, der das gesamte Leistungsspektrum erreicht und Schülerinnen und Schüler zu hohen Leistungen führt.

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