Wo Schulen mehr Stunden brauchen, wird es mehr geben

Erstellt am 13.09.2013 von Elisabeth Mettauer

Für Schullandesrätin Bernadette Mennel ist die Äußerung des SPÖ-Nationalratsabgeordneten Elmar Mayer, wonach die Entlastung der Schulleitungen auf Kosten der Kinder finanziert werde, nicht nachvollziehbar. Der Bund geht seit Jahren davon aus, dass der Anteil der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf 2,7 Prozent beträgt und stellt dementsprechend finanzielle Mittel zur Verfügung. Tatsächlich aber liegt dieser Anteil seit vielen Jahren wesentlich darüber, im kommenden Jahr weit über vier Prozent.

"Die Differenz bezahlt seit Jahren das Land Vorarlberg und tritt auch hier in Vorleistung für den Bund. Mayer hätte sich als Bildungssprecher längst bei der Bundesregierung dafür einsetzen können, dass der Bund seine Verantwortung endlich wahrnimmt und für alle benachteiligten Kinder entsprechende Ressourcen zur Verfügung stellt", sagte Mennel.

Durch das von der Landesregierung beschlossene Schulpaket werden die Landesmittel, die den Pflichtschulen zur Entlastung der Schulleiter von administrativen Tätigkeiten zur Verfügung gestellt werden, ab dem kommenden Schuljahr mehr als verdreifacht. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dieser gemeinsam mit den Betroffenen erarbeiteten Maßnahme und den Stundenkontingenten im sonderpädagogischen Bereich. Ganz im Gegenteil hat das Land Vorarlberg auch für das kommende Schuljahr die Mittel für den sonderpädagogischen Bereich insgesamt wiederum deutlich erhöht.

Mit Beginn des Schuljahres werden auf Grund der aktuellen Zahlen allfällige notwendige Korrekturen vorgenommen. Bei Mittelschulen, wo Nachbesserungen nötig sind, wird es auch mehr Stunden geben, so Mennel abschließend.

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