Nachhilfestudie: Ganztägige Schulformen zeigen Wirkung

Erstellt am 06.06.2017 von Elisabeth Mettauer

Erfreut zeigt sich Schullandesrätin Bernadette Mennel über die positiven Signale aus der aktuellen Nachhilfestudie der Arbeiterkammer. Demnach geben Eltern in Vorarlberg im laufenden Schuljahr weniger Geld für Nachhilfe aus. Zu dieser Entwicklung tragen auch ganztägige Schulformen, die bereits von 30 Prozent aller Pflichtschulkinder in Anspruch genommen werden, bei. "Dass die ganztägigen Angebote mit ihren zusätzlichen Fördermöglichkeiten gut bewertet werden, freut mich sehr. Das ist aber auch ein klarer Auftrag, sie weiter auszubauen und qualitativ zu begleiten. Auch die Information an die Eltern ist zu verstärken", so Mennel.

Nicht zufriedenstellend ist für Mennel hingegen, dass Eltern in Vorarlberg heuer nach wie vor insgesamt 4,5 Millionen Euro für Nachhilfe ausgeben: "Trotz rückläufiger Kosten ist das immer noch zu viel. Es muss uns gelingen, die individuelle Förderung in der Schule so zu gestalten, dass private Nachhilfe gar nicht erst notwendig ist." Eine Grundvoraussetzung sei, dass Lernschwächen oder Leistungsrückstände möglichst früh erkannt werden und diesen mit gezielter Förderung, individualisiertem Unterricht und zusätzlichen Förderangeboten entgegengewirkt wird.

Die Forderungen der Arbeiterkammer nach einer indexbasierten Mittelverteilung sowie nach einer Stärkung der frühen Bildung werden von Landesrätin Mennel unterstützt: "Jedes Kind soll die gleichen Chancen auf seinem Bildungsweg haben – und zwar unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern oder deren sozioökonomischem Status."

Landesschulrat Land Vorarlberg Vobs Bildung Leben
© 2017 Landesregierung Vorarlberg Kontakt Impressum