Barbara Schöbi-Fink als neue Bildungslandesrätin angelobt

Erstellt am 28.03.2018 von Elisabeth Mettauer
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Im Vorarlberger Landtag wurde Barbara Schöbi-Fink am Mittwoch (31. Jänner) mit 30 von 36 Stimmen zur neuen Landesrätin gewählt.

Schöbi-Fink hatte dem Vorarlberger Landtag seit 2014 angehört. Im Klub betreute sie als Bereichssprecherin die Themenbereiche Bildung und Kindergarten. Seit dem Jahr 2000 ist Schöbi-Fink zudem Feldkircher Stadtpolitikerin. Zunächst war sie Stadträtin für Soziales und Wohnen. Ab 2010 war sie für die Ressorts Kultur, Bildung, Musikschule, Integration, Archiv, Bibliothek und Büchereien verantwortlich. 2015 wurde Schöbi-Fink von der Stadtvertretung zur Vizebürgermeisterin gewählt. Als Landesrätin übernimmt sie sämtliche Agenden von ihrer Vorgängerin. Konkret sind das die Ressorts Bildung und Weiterbildung, Schule, Kindergarten, Sport sowie Gesetzgebung.

An Schöbi-Finks Amtsvorgängerin Bernadette Mennel richtete Landeshauptmann Markus Wallner Worte des Dankes und der Anerkennung. Mennel, die 2012 in die Landesregierung eingetreten ist, verlässt nach 18 Jahren die politische Bühne, "aus persönlichen Gründen", wie sie Anfang Jänner für viele überraschend mitgeteilt hatte. Wallner verwies auf das enorme persönliche Engagement, das Mennel in all den Jahren "jeden einzelnen Tag" aufgebracht hat. Dabei zählte er auch die Erfolge auf, die sie zu Buche stehen hat: Im Schulbereich das Volksschulpaket, das mit jährlich über 3,4 Millionen Euro den Grundschulen zu Gute kommt und den Direktorinnen und Direktoren mehr Freiraum für ihre pädagogische Arbeit gibt; weiterer bildungspolitische Schwerpunkt war der Ausbau der ganztägigen Schulformen an allen Schultypen, die mehr Kindern die Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn geben. Einen Prozess, der weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt, hat Mennel mit dem Projekt zur Weiterentwicklung der Schulen der 10- bis 14-Jährigen eingeleitet. Meilensteine im Kindergartenbereich waren die Novelle des Kindergartengesetzes und die Vereinheitlichung der Kindergartentarife im ganzen Land. Damit wurden landesweit einheitlich gute Bedingungen für den Besuch des Kindergartens geschaffen. Großes Augenmerk legte Mennel zudem auf die Weiterentwicklung der frühen Sprachförderung. Mit dem Einsatz eines neuen Instruments der Sprachstandsfeststellung wird die Sprachförderung im Kindergarten weiter professionalisiert. Dieses Instrument wird derzeit in Pilotgemeinden eingeführt und im kommenden Jahr landesweit ausgerollt. In Sportfragen und auch in der Gesetzgebung konnte sich Mennel ebenso einen guten Namen machen.

Landtagspräsident Sonderegger drückte Mennel für ihre Amtszeit an der Spitze des Landtags seinen Respekt aus. Sie wäre dem Landesparlament immer mit großer Überparteilichkeit vorgestanden, stets um einen guten Ausgleich, um Fairness und um gegenseitige Wertschätzung bemüht, auskunftsbereit und auf Transparenz bedacht sowie menschlich und bodenständig.

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