Zentralmatura: Aufwärtstrend bei Klausuren erkennbar

Erstellt am 27.06.2017 von Elisabeth Mettauer

Die Ergebnisse des schriftlichen Teils der Reifeprüfung an AHS und BHS zeigen für Vorarlberg einen Aufwärtstrend. Tendenziell haben mehr Maturantinnen und Maturanten in den Hauptgegenständen mit „Sehr gut“ abgeschlossen. Gleichzeitig hat es auch weniger negative Beurteilungen gegeben. „Die intensive Analyse der Ergebnisse im Vorjahr und die daraus abgeleiteten Maßnahmen – z.B. Austausch und Fortbildungen, regelmäßige Fachbesprechungen, konsequentes Üben der Testformate – haben offensichtlich dazu beigetragen, dass sich die Bilanz in den Klausuren verbessert hat. Ich danke den Lehrpersonen für die gute Vorbereitung und gratuliere den Kandidatinnen und Kandidaten zu ihren Leistungen“, so Schullandesrätin Bernadette Mennel in einer ersten Stellungnahme.

„Bei den vorliegenden Ergebnissen handelt es sich nur um den schriftlichen Teil der Reifeprüfung. Wie viele Kandidatinnen und Kandidaten die Matura insgesamt bestanden haben, kann erst nach Ende der mündlichen Prüfungen gesagt werden. Dann wird es auch wieder an eine detaillierte Analyse der einzelnen Standorte gehen. Neben den bereits gesetzten Schritten werden wir auch weiter intensiv an Verbesserungen arbeiten“, informiert LR Mennel.

Ergebnisse im Überblick

Insbesondere konnte das Vorjahresergebnis in Mathematik deutlich verbessert werden. An den BHS weist Vorarlberg vor der Kompensationsprüfung mit 13,6 Prozent sogar die meisten „Sehr gut“ auf und nach Oberösterreich auch die wenigsten „Nicht genügend“ (6,2 Prozent). An den AHS gab es vor der Kompensationsprüfung mit 11,9 Prozent ebenfalls mehr „Sehr gut“ (Vorjahr: 7,1 Prozent) und mit 13,9 Prozent auch deutlich weniger „Nicht genügend“ (Vorjahr: 33,2 Prozent). Nach der Kompensationsprüfung konnte die Negativ-Quote auf 5,8 Prozent reduziert werden (Ö-Schnitt: 4,8 Prozent).

Verbessert haben sich auch die Ergebnisse in Deutsch. An den BHS wurden vor der Kompensationsprüfung 8,2 Prozent der Maturantinnen und Maturanten negativ beurteilt (Vorjahr: 9,8 Prozent). Nach der Kompensationsprüfung hat sich der Anteil auf 0,6 Prozent verringert. An den AHS gab es mit 18,6 Prozent mehr „Sehr gut“ (Vorjahr: 13,3 Prozent) und mit 5,0 Prozent auch weniger „Nicht genügend“ (Vorjahr: 7,7, Prozent).

Einzig in Englisch ist das Ergebnis in allen Bundesländern etwas schlechter ausgefallen als im Vorjahr. In Vorarlberg erhielten an den AHS 9,4 Prozent der Maturantinnen und Maturanten ein „Nicht genügend“ (Vorjahr: 7,5 Prozent). An den BHS konnte die Negativ-Quote mit 16,6 Prozent in etwa gehalten werden (Vorjahr: 16,2 Prozent). Nach der Kompensationsprüfung sank dieser Anteil an den AHS auf 2,2 Prozent und an den BHS auf 5,1 Prozent.

Erstmals wurde auch die schriftliche Berufsreifeprüfung in standardisierter Form durchgeführt. In Mathematik gab es für die Kandidatinnen und Kandidaten aus Vorarlberg mit 7,9 Prozent die meisten „Sehr gut“. 28,7 Prozent erhielten vor der Kompensationsprüfung ein „Nicht genügend“ (Ö-Schnitt: 29,9 Prozent), nach der Kompensationsprüfung waren es noch 18,8 Prozent.

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