Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler Vorarlbergs

Erstellt am 21.12.2015 von Elisabeth Mettauer
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Zu seiner ersten Sitzung in diesem Schuljahr trat am Donnerstag, 26. November 2015, im Plenarsaal des Landtags das Vorarlberger SchülerInnenparlament unter dem Vorsitz von Katharina Freudlsperger (Berufschulen), Niandong Mimi Hu (AHS) und Sebastian Ratz (BMHS) zusammen. Die 73 Schülervertreterinnen und -vertreter diskutierten anhand von 24 Anträgen ein breites Themenspektrum, z.B. politische Bildung als Pflichtfach, Vorbereitungsstunden für die neue Matura und die Modernisierung des Aufklärungsunterrichts.

Landtagspräsident Harald Sonderegger und Bildungslandesrätin Bernadette Mennel sehen im engagierten und professionellen Einsatz der Jugendlichen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in Vorarlberg ein Zeichen demokratischer Reife. Die Nachwuchsparlamentarier zeigen damit, "dass sie Verantwortung übernehmen und nicht allein für sich, sondern für ihre ganze Schulgemeinschaft eintreten wollen", so Sonderegger und Mennel. Seit zwölf Jahren existiert das SchülerInnenparlament als höchstes entscheidungsfindendes Gremium der Vorarlberger SchülerInnenvertretung. Durch das beherzte Wirken der jungen Menschen konnte es sich als Interessensvertretung der Schülerinnen und Schüler und zugleich als Impulsgeber für die Politik etablieren, sind der Landtagspräsident und die Landesrätin überzeugt.

Die Vielfalt der eingebrachten Anträge spiegelt für Landesrätin Bernadette Mennel die Bandbreite jener Themen wider, die die Vorarlberger Schülerinnen und Schüler bewegen: "Ich freue mich über die hohe Bereitschaft der Jugendlichen, sich in die Politik einzubringen und die politischen Meinungsbildungsprozesse im Land mit engagierter und professioneller Beteiligung zu verstärken und zu bereichern. Sie sind das Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler in Vorarlberg." Das SchülerInnenparlament sei "ein leuchtendes Beispiel" für das hohe politische Engagement der Vorarlberger Jugend.

"Wir wissen das Engagement unserer Jugendlichen zu schätzen", versicherte Landtagspräsident Sonderegger: "Wir legen großen Wert darauf, dass sie ein Interesse für Politik entwickeln und aktiv mitwirken. Das betrifft insbesondere die Themen Schule und Bildung, ist aber nicht darauf beschränkt." Auch bei aktuellen Ereignissen im Land wäre die junge Generation gefragt, wie Sonderegger appelliert: "Informieren Sie sich, suchen Sie den Dialog und reden Sie auch hier mit klarer Stimme mit!" Als Präsident des Vorarlberger Landtags sei es ihm ein großes Anliegen, die Meinung der Jugend zu hören und ihr Gehör zu verschaffen. Deswegen wurde in der Vergangenheit und wird auch weiterhin dafür Sorge getragen, dass die Beschlüsse des SiP über den Kultur- und Bildungsausschuss des Landtags Eingang in die landespolitische Arbeit finden.

Inhaltlich beschäftigte sich das SchülerInnenparlament wieder mit vielfältigen Anträgen aus allen Bereichen. So setzte sich Jakob Schreiber (HTL Bregenz) für mehr Ausbildung für Lehrpersonen ein. Maximilian Stowasser (HLT Bezau) sprach sich für die Einführung einer "schulinternen Plattform mit Noten, Informationen und Feedback" aus und Mara Gabriel (Gymnasium Schillerstraße Feldkirch) plädierte für "barrierefreie Schulen". Melissa Herburger (HLT Bezau) forderte "Politische Bildung als Pflichtfach" und Lukas Bickel (BG Feldkirch) rückte die "Modernisierung des Aufklärungsunterrichts" in den parlamentarischen Mittelpunkt. Deborah Sailer (BG Gallusstraße) und Mario Justen (HAK Bezau) machten sich für "mehr Vorbereitungsstunden für die neue Matura" stark.

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