Symposium zum Umgang mit heterogenen Schülergruppen

Erstellt am 15.03.2016 von Elisabeth Mettauer
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Unter dem Titel "Jedem Kind gerecht werden?" haben sich am Freitag, 26. Februar Vorarlberger Bildungspolitiker, Lehrpersonen, Schulmanagement und Interessierte bei einem Symposium an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg über Chancen und Grenzen des Umgangs mit heterogenen Schülergruppen informiert. Eröffnet wurde das Symposium im Rahmen der Weiterentwicklung der Schulen der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg von Bildungslandesrätin Bernadette Mennel.

Für LR Mennel ist es entscheidend, im Unterricht alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen, "sie zu fördern und zu fordern und sie dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu entfalten". Das Symposium war der Auftakt zu einer Reihe von Aktivitäten und Initiativen zur Weiterentwicklung der Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Die Weiterentwicklung umfasse Personal- und Unterrichtsentwicklung und erst dann Organisationsentwicklung. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Lehrpersonen zu. Voraussetzung ist für LR Mennel ein gutes Angebot in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Umgang mit heterogenen Schülergruppen, das Lehrpersonen in der Weiterentwicklung ihres Unterrichts unterstützt.

Im einleitenden Vortrag berichtete Professor Thorsten Bohl von der Universität Tübingen über Forschungsergebnisse zum Umgang mit Heterogenität. Ganz unabhängig von der Schulform werde die Schülerschaft in mehrerlei Hinsicht zunehmend heterogener. Ein guter Unterricht müsse diese Diversität berücksichtigen. Wer eine zukunftsfähige Schule gestalten will, könne sich einem konstruktiven Umgang mit Heterogenität nicht verweigern. Für den Erfolg wesentlich sind das Fach- und didaktische Wissen der Lehrpersonen und eine von der Schulleitung engagiert geförderte konstruktive Kooperation der Lehrkräfte an den Schulen. Professor Josef Leisen von der Universität Mainz sieht die professionelle Aufgabe der Lehrperson darin, gute Lernumgebungen zu schaffen, die alle Schülerinnen und Schüler zu hohen Leistungen anregen. Ziel ist dabei keine Nivellierung, vielmehr soll jeder Schüler und jede Schülerin eine den individuellen Fähigkeiten entsprechend möglichst hohe Leistung erzielen.

In mehreren Workshops erhielten die Lehrpersonen Wissen und Tipps zur Gestaltung des Unterrichts heterogener Lerngruppen.

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