"Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen"

Erstellt am 10.02.2016 von Elisabeth Mettauer
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Erfolgreiche Initiativen im Bildungssystem entstehen in aller Regel dort, wo unterschiedliche Akteure ihre Kräfte bündeln. Eine internationale Fachtagung der Arge Alp beschäftigte sich kürzlich mit der Frage, wie Vernetzung regionaler Bildungsakteure noch besser gelingt und wie diese unterstützt werden kann. "Es ist unser aller Ziel, die individuellen Talente unserer Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen und fördern", sagte Vorarlbergs Bildungslandesrätin Bernadette Mennel. Rund 70 Bildungsexpertinnen und –experten aus sechs Mitgliedsregionen der Arge Alp nahmen an dieser Fachtagung teil.

"Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen", zitierte die Landesrätin in ihrer Eröffnungsansprache: "Es ist unser Ziel durch die Vernetzung möglichst aller schulischen und außerschulischen Akteure – und der systematischen Kooperation aller Bildungsakteure vor Ort – die Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen und sie in ihren individuellen Talenten zu fördern und zu fordern." Daher sei eine Bündelung der Kräfte der unterschiedlichen Akteure vor Ort wichtig – Mennel: "Regionale bzw. lokale Bildungsnetzwerke sind damit ein erfolgversprechender Ansatz, um Bildung – stärker dort zu gestalten, wo sie tatsächlich passiert: in einer Kommune oder einer regionalen Einheit."

Im Rahmen dieser internationalen Fachtagung präsentierten Bildungsexpertinnen und –experten spannende Beispiele und Vorhaben aus der Schweiz, Südtirol, Bayern und Niedersachsen. Diese reichten von der Vernetzung von Kinderbetreuung, Kindergärten und Schulen bis hin zur Kooperation und Abstimmung zwischen außerschulischen Institutionen und Vereinen.

Die Fachtagung soll einen Beitrag dafür leisten, in Regionen, in welchen keine regionalen bzw. lokalen Bildungsnetzwerke existieren, diesbezügliches Know-how einzubringen. In den Regionen, in denen bereits regionale bzw. lokale Bildungsnetzwerke aktiv sind, soll vor allem ein Austausch über Ansätze, Methoden und deren Wirksamkeit geführt werden.

Dieses Arge Alp-Projekt wurde vom Land Vorarlberg, das derzeit den Vorsitz in der Arge Alp ausübt, initiiert. Das nächste Treffen zur Vernetzung der ARGE Alp Partner findet Anfang Juni in Innsbruck statt.

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