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Am Donnerstag erfolgte der Spatenstich für die umfassenden Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen an der Landesberufsschule Feldkirch. Bis 2015 werden insgesamt 17 Millionen Euro investiert.
Die LBS Feldkirch wurde von 1977 bis 1979 errichtet und im Jahr 1994 durch einen Zubau erweitert. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Erneuerung der Gebäudehülle sowie die Adaptierung der bestehenden Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik sowie der Elektrotechnik. Das Prinzip der Nachhaltigkeit steht im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes im Vordergrund. Eine verbesserte Gebäudehülle, der Einbau einer neuen Haustechnikzentrale mit einer Grundwasserwärmepumpenheizung und eine fassadenintegrierte Photovoltaikanlage tragen wesentlich zur Energieautonomie des Landes bei. Die Gesamtinvestition für das Vorhaben liegt bei 17 Millionen Euro, das Vorhaben wird in Etappen abgewickelt, die Baufertigstellung ist 2015 geplant.
An der LBS Feldkirch werden im laufenden Schuljahr knapp 1400 junge Menschen in 17 Lehrberufen ausgebildet – vom Anlagenelektriker über den Bürokaufmann und den Elektrotechniker bis hin zum Friseur und Konditor. 55 Lehrpersonen unterrichten an dieser Schule. www.lbsfe1.snv.at
Es müssen nicht alle Schülerinnen und Schüler Matura machen, vielmehr kommt es auf die jeweilige Neigung und Begabung an. Für jene, die gleich nach der Pflichtschule mit einer Lehre beginnen wollen, bietet die Polytechnische Schule die Möglichkeit der gezielten Orientierung und Vorbereitung, betonten Schullandesrat Siegi Stemer und Bezirksschulinspektor Christian Kompatscher im Pressegespräch am Montag im Landhaus.
Die Polytechnischen Schulen leisten einen wichtigen Beitrag für den gelungenen Übertritt von der schulischen in die Berufsausbildung, nicht zuletzt für solche Schülerinnen und Schüler, denen etwas später "der Knopf aufgeht", sagte Stemer: "Jeder Jugendliche soll seine Chance bekommen, nötigenfalls auch eine zweite."
An den zehn Polytechnischen Schulen in Vorarlberg werden im laufenden Schuljahr 65 Klassen mit zusammen knapp über 1.300 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Die Größe der Schulen differiert stark, von der einklassigen Schule im Kleinwalsertal bis zu jenen in Bregenz und Dornbirn mit 14 bzw. 13 Klassen und einem entsprechend breiteren Fachbereichsangebot. Jede Schule kann individuell auf die Situation vor Ort und die Bedürfnisse der Wirtschaftsbetriebe in Form von autonomen Fachbereichen reagieren, erläuterte Bezirksschulinspektor Kompatscher. An kleineren Standorten werden oftmals mehrere Fachbereiche miteinander kombiniert.
"Wie wohl kein anderer Schultyp bereiten die PTS ihre Schülerinnen und Schüler in einem praxisorientierten Unterricht für einen Eintritt in ein Lehrverhältnis vor", so Kompatscher. Andere Schülerinnen und Schüler nutzen die PTS auch als Sprungbrett in eine weiterführende Schule. Je nach Situation auf dem Arbeitsmarkt können so ca. 80 bis 90 Prozent eines Jahrganges direkt von den PTS in eine Lehre oder an eine weiterführende Schule vermittelt werden.
Das kreative Talent, das an den Polytechnischen Schulen vorhanden ist, wird auch im Rahmen jährlich stattfindender Landeswettbewerbe gefördert, die zur Motivation der Schülerinnen und Schüler und zur Qualitätssicherung im Unterricht beitragen sollen. Die heurige Siegerehrung findet am Dienstag, 15. Mai 2012, um 17.00 Uhr im Landhaus in Bregenz statt.
Insgesamt 68 Schülerinnen und Schüler aus zehn Polytechnischen Schulen Vorarlbergs (PTS) haben in den vergangenen Tagen bei den Landeswettbewerben in den Fachbereichen Elektro, Holz, Metall und Tourismus ihr Talent unter Beweis gestellt. Am Dienstag wurden die Siegerinnen und Sieger im Landhaus in Bregenz von Schullandesrat Siegi Stemer ausgezeichnet.
Das Land Vorarlberg, der Landesschulrat und die Wirtschaftskammer Vorarlberg haben heuer erstmals die jährlichen Landeswettbewerbe der PTS gebündelt durchgeführt. Die Bewerbe sollen in erster Linie zur Motivation der Schülerinnen und Schüler und zur Qualitätssicherung im Unterricht beitragen. Die Teilnehmenden hatten jeweils nur wenige Stunden Zeit, um die Aufgabenstellung in ihrem Fachbereich zu erledigen. Danach wurde ihre Arbeit von der Jury fachmännisch begutachtet und beurteilt.
Fachbereich Elektro:
1. Franz Oberhauser, PTS Hittisau
2. David Schmoranz, PTS Dornbirn
3. Fabian Kerer, PTS Feldkirch
Fachbereich Holz:
1. Pirmin Schuster, PTS Kleinwalsertal
2. Johannes Marte, PTS Rankweil
3. Renato Burtscher, PTS Thüringen
Fachbereich Metall:
1. Milos Zivkovic, PTS Feldkirch
2. Marko Greußing, PTS Hittisau
3. Fabian Fischer, PTS Bludenz
Fachbereich Tourismus:
1. PTS Hittisau: Nicolaj Eichkorn, Alexander Kasper, Pascal Oberhofer
2. PTS Dornbirn: Jasmin Weber, Stefanie Gürth, Laura Wohlgenannt
3. PTS Außermontafon: Sven Purtscher, Fabian Brantner, Benjamin Moosbrugger